Donnerstag, 15. Juli 2010

Schauspiellehrer liess Schüler strammstehen!! via BT 2005

Artikel in der Berliner Zeitung "BZ" vom 25.10.2005 (kostenpflichtiges Archiv)

Schauspiellehrer liess Schüler strammstehen
Er ist jung, sieht gut aus und will zum Film. Aber M.(24) geriet in die Fänge eines skrupellosen Schauspiellehrers, der ihn wie einen Sklaven hielt...
Amtsgericht Tiergarten. Angeklagt: Jürgen Fuhrmann(53). Schon 1993 wurde er verurteilt: Er hatte sich einen Bühnenarbeiter gefügig gemacht, ihn stundenlang vor sich im Höschen strammstehen lassen und dessen Muskeln befühlt. Seither zieht er durch die Lande. Gibt den Chef einer "Schauspielschule und Casting-Agentur". Lockt mit Filmen, die nie gedreht werden. Immer wieder findet er naive Jungen wie M., die auf ihn reinfallen. Dann kommt gefälschte Post vom "Staatsanwalt", der Lehrer spielt "Bewährungshelfer" und ruft zur "Strafe": Kniebeuge, Luftsprünge, Strammstehen mit offenem Mund - in kurzer Hose, stundenlang. Und dazwischen befingert der "Schauspiellehrer" seinen Schützling von Kopf bis Fuß...
Marten hatte den Mut, den kriminellen Schauspiellehrer anzuzeigen. Urteil gestern: 1350 Euro Strafe wegen Nötigung. Andere Opfer sind heute prominente Schauspieler, schweigen noch immer, weil es ihnen peinlich ist.
Artikel im "Berliner Kurier" vom 25.10.2005

Berlins bizarrster Theaterlehrer
Der Schauspiel-Lehrer der Herr, sein Schüler der Sklave. So klingt der schlechte Film, der im Büro von Jürgen F. (54) abgelaufen sein soll. M.Z. (24): "Nur in Unterhose musste ich vor ihm turnen."
Stundenlange "körperliche Ertüchtigungen". M.Z.: "Halbhocke mit ausgestreckten Armen, Seilspringen, auf einem Bein hopsen..." Dann habe F. seinen Körper abgetastet: "Er wollte angeblich kontrollieren, ob ich Verspannungen habe."
Mit einem fingierten Schreiben der Staatsanwaltschaft in der Hand soll Jürgen F. die "Übungen" verkündet haben. Der Ex-Schüler: "2000 Stunden Strafe sollte ich demnach bei ihm ableisten." Erst Monate später bekam Z. heraus, daß es nie ein Verfahren gegen ihn gab. Dabei hatte er seinem Lehrer so vertraut: "F. sagte, ich könnte eine Hauptrolle in einem Ringer-Film spielen." Der Angeklagte lehnte sich zurück: "Solche Turnübungen hat es nie gegeben." Zeugen aber marschieren auf, darunter Sängerin Angelika Mann. Sie beobachtete eine nächtliche Turnszene durchs Fenster: "Marten hüpfte, F. lief um ihn herum, wie die Schlange ums Kaninchen."
Bereits vor 14 Jahren wurde F. für eine ähnliche Sache verurteilt. Auch jetzt stand für den Richter fest: "Er nötigte Z., Strafübungen zu absolvieren." Ob er auch das Schreiben gefälscht hatte, blieb offen. Das Urteil: 1350 Euro Strafe. K.E.
Artikel in der Berliner Zeitung "BZ" vom 04.03.1993

Theaterchef hielt Bühnenbildner als Sklaven
Sein Opfer mußte stundenlang strammstehen, die Muskeln testen lassen. Mildes Urteil: Nur 4500 Mark Geldstrafe

von Anne Losensky

Berlin - Es klingt wie ein Psycho-Thriller auf der Bühne, ist aber nicht erfunden: Ein Berliner Theater-Chef macht sich einen jungen Bühnenbildner hörig, hält ihn wie einen Sklaven.

Er hatte leichtes Spiel: Weil sein Opfer schon mal einen Hund überfuhr, lebte es in ständiger Angst vor der Justiz. Mit gefälschten Schreiben dreier Gerichte hielt Jürgen Fuhrmann (39) vom Kreuzberger Theater "Kreuz und Quer" den ehemaligen Tischler Olaf D. (26) in Schach.

Monatelang drangsalierte der Theater-Mann seinen Untergebenen. Er hatte sich ihm gegenüber als "Mann mit guten Beziehungen zur Justiz" ausgegeben, später als vom Gericht "zugeordneter Bürge". Weil tatsächlich ein Ermittlungsverfahren in anderer Sache gegen den Bühnenbildner lief, vertraute der dem Theater-Chef bedingungslos: Ließ sich Ausweis und Fahrerlaubnis wegnehmen. Stand stundenlang stramm vor ihm (während sich der Chef im Drehsessel räkelte). Wurde "bestraft": Täglich eine Stunde "körperliche Ertüchtigung" mit Liegestützen, Kniebeugen, Strecksprüngen auf der Bühne.

Einmal die Woche mußte Olaf D. - ausgezogen bis auf den Slip - die Muskeln befühlen lassen. Olaf D.: "Ick habe echt gelitten." Erst eine Freundin überredete ihn, zur Polizei zu gehen. Fuhrmann legte obskure Protokolle an ("Strafsache Olaf"), die ihn überführten. Der Theater-Chef: "Ich dachte, ich bin wirklich sein Bürge! Das war wie ein Zwang." Sein Verteidiger: Helfersyndrom, um den Bühnenbildner aus der Gosse auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zu holen. Das milde Urteil: 4500 Mark Geldstrafe.
Erlass des Berliner Senats vom 08.08.2005

Die Senatsverwaltung Bildung Jugend Sport hat am 8. August 2005 erlassen: Die Fortführung der Ergänzungsschule CK-Castingkultur wurde aufgrund einer Untersagungsverfügung vom 8. August 2005 untersagt und die Einrichtung wird nicht mehr im Verzeichnis der Berliner Schulen geführt werden. Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat in Übereinstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport die o.g. Schule im Verzeichnis der BAföG-förderungswürdigen Einrichtungen streichen lassen.
Passauer Neuen Presse vom Samstag, 30. Mai 2009

Sat. 1: Es gibt keine Pläne für einen Vierteiler - Von »Coach« Jürgen Fuhrmann hereingelegt

1 Kommentar:

  1. Sie kopieren den kompletten Inhalt meiner Seite http://www.effenberg.de/castingkultur.htm ohne Angabe der Quelle. Das ist schlechter Stil.

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